Finnland zählt zu den nördlichsten Ländern und ist nur im Norden
mit der skandinavischen Halbinsel verbunden. Geographisch wird es
als Fennoskandinavien bezeichnet.
Es gibt keine größeren Gebirge in Finnland, nur ganz im Nordwesten hat es
Anteil am Skandinavischen Gebirge. Die höchste Erhebung ist der Haltitunturi
(1.324 m). Außerdem befinden sich ebenfalls im Norden die Tunturit
(Inselberge) im Pyhä-Luosto National Park.
Der größte Teil des Landes wird von einem Mosaik aus Wäldern und Seen
geprägt. Nicht umsonst trägt Finnland den Beinamen "Land der Tausend Seen",
auch wenn es in Wirklichkeit viel mehr sind, nämlich 187 888. Der größte
Seenkomplex ist dabei das Saimaa - Gebiet im Südosten des Landes.
Finnland ist auch das waldreichste Land Europas (78% der Fläche bewaldet).
Die Wälder werden von Kiefern, Fichten und Birken dominiert. Ebenfalominiert. Ebenfalls
charakteristisch sind Moose, Flechten und Beerensträucher. In Lappland
herrscht hingegen eine tundra-artige Vegetation vor.
Zwar ist die Artenvielfalt in Finnland geringer als in südlichen Gebieten;
die ausgedehnten Wälder bieten aber Tierarten Lebensraum, die im übrigen
Europa gar nicht mehr oder nur noch selten angetroffen werden. Dazu
gehören Braunbären, Luchse, Wölfe, Gleithörnchen und Vielfraße. Besonders
zahlreich ist die Elchpopulation. In Lappland gibt es noch ca. 200 000
halbdomestizierte Rentiere.
Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die Saimaa-Ringelrobbe. Diese
Süßwasserrobbe kommt nur im Saimaa-Gebiet vor und konnte durch gezielte
Schutzmaßnahmen vor dem Aussterben gerettet werden. Heute ist sie das
Symboltier des Naturschutzes in Finnland.